Conny Weiß
11. June 2026
Ich habe mich am 13.05.2026 in dieser Einrichtung operieren lassen. Bereits beim Vorgespräch zur Narkose hatte ich einen ersten negativen Eindruck. Eine frisch operierte Patientin wurde von einer OP-Schwester zu ihrem wartenden Ehemann gebracht. Allein anhand der Körpersprache und Mimik der Patientin war deutlich zu erkennen, dass der Umgang mit ihr offenbar alles andere als einfühlsam gewesen war. Besonders bemerkenswert fand ich, dass sich eine Mitarbeiterin am Empfang anschließend bei einer anderen wartenden Patientin für die Situation entschuldigte und ihr versicherte, dass sie hier dennoch in guten Händen sei. Leider musste ich am Tag meiner eigenen Operation ähnliche Erfahrungen machen. Ich hatte versehentlich vergessen, meine Ohrringe und mein Piercing zu entfernen. Die zuständige OP-Schwester reagierte darauf äußerst genervt und herablassend. Als ich darum bat, meinen Mann noch einmal kurz hinzuzuholen, damit er mir beim Entfernen des Piercings helfen kann, wurde dies zunächst kategorisch abgelehnt. Nachdem ich es alleine nicht geschafft hatte, wollte sie ihn zwar doch noch holen, zu diesem Zeitpunkt war er jedoch bereits gegangen. Der Umgangston war während der gesamten Situation unangemessen und wenig respektvoll. Umso dankbarer war ich, dass Frau Dr. Peller einschritt und offenbar noch einmal erklärte, dass bei dem geplanten Eingriff ohne Strom gearbeitet werde und der Schmuck daher keine Relevanz habe. Auch im weiteren Verlauf fühlte ich mich nicht wertschätzend behandelt. Als ich den Anweisungen der OP-Schwester folgen und den Gang entlang nach links gehen sollte, hielt ich kurz inne, um mich zu orientieren. Daraufhin erhielt ich lediglich die schnaubende Bemerkung, ob ich denn wüsste, wo links sei. Besonders traurig macht mich, dass mich diese Erfahrung bis heute beschäftigt. Gerade vor einer Operation befinden sich Patienten in einer emotionalen Ausnahmesituation und sind auf einen respektvollen, empathischen und professionellen Umgang angewiesen. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, diese Rezension zu schreiben. Nicht, um jemanden persönlich anzugreifen, sondern in der Hoffnung, dass kein Patient nach mir eine ähnliche Erfahrung machen muss. Gleichzeitig ist es mir sehr wichtig zu betonen, dass sich meine Kritik ausdrücklich nicht auf das gesamte Team bezieht. Im Gegenteil: Frau Dr. Peller möchte ich von Herzen danken. Mit ihrer ruhigen, empathischen und professionellen Art hat sie mir viel Sicherheit gegeben und maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich trotz der geschilderten Situation gut aufgehoben gefühlt habe. Auch dem übrigen Team möchte ich meinen Dank aussprechen. Die medizinische Betreuung und die Versorgung waren sehr gut. Gerade deshalb bedaure ich es, dass das Verhalten einer einzelnen Mitarbeiterin meinen Gesamteindruck so negativ geprägt hat. Ich wünsche mir, dass diesem Thema Aufmerksamkeit geschenkt wird, damit alle Patienten künftig die Wertschätzung und den respektvollen Umgang erfahren, den sie in einer solch sensiblen Situation verdienen.