Kristina Laubach
01. June 2026
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass meine Kritik nicht den Ärzten gilt. Mit den behandelnden Ärzten habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Meine Kritik richtet sich an die Organisation der Praxis und den Umgang mit Patienten am Empfang. Seit etwa einer Woche habe ich starke Schmerzen am Schienbein, ohne dass eine Verletzung vorliegt. Da die Beschwerden nicht besser, sondern zunehmend schlimmer wurden und ich mittlerweile kaum noch schmerzfrei laufen kann, habe ich die Praxis aufgesucht und nach einer Möglichkeit gefragt, im Rahmen einer Akutsprechstunde vorgestellt zu werden. Zur Einordnung habe ich einen älteren Befund vorgelegt, in dem unter anderem der Verdacht auf eine NOF am betroffenen Schienbein dokumentiert ist. Leider hatte ich den Eindruck, dass der Befund nicht vollständig gelesen wurde. Stattdessen wurde meine Sorge zunächst eher abgetan und ich musste mehrfach erklären, weshalb ich überhaupt gekommen bin. Besonders enttäuschend fand ich den Umgang mit meiner Schilderung, dass ich akute Schmerzen habe. Anstatt nach einer kurzfristigen Lösung zu suchen oder mich beispielsweise auf eine Warteliste für kurzfristig frei werdende Termine zu setzen, wurde mir ein Termin erst mehrere Wochen später angeboten. Für jemanden mit akuten Beschwerden und erheblichen Schmerzen empfinde ich das als nicht angemessen. Mir ist bewusst, dass Arztpraxen stark ausgelastet sind, und ich arbeite selbst im medizinischen Bereich. Gerade deshalb weiß ich, wie herausfordernd der Praxisalltag sein kann. Dennoch sollte man Patienten, die mit akuten Schmerzen kommen, ernst nehmen und zumindest versuchen, eine zeitnahe Lösung zu finden. Schade, denn die Ärzte der Praxis schätze ich sehr. Umso mehr würde ich mir wünschen, dass an der Organisation und am Umgang mit Patienten am Empfang gearbeitet wird.