E. K.
18. June 2026
1 von 5 Sternen Ich habe Dr. Henrichs aufgesucht, da er als D-Arzt/BG-Arzt meine Schulterbeschwerden im Hinblick auf einen möglichen berufsgenossenschaftlichen Fall beurteilen sollte. Er veranlasste ein MRT und erläuterte mir die Befunde. Dabei teilte er mir ausdrücklich mit, dass die erforderlichen Unterlagen an die Berufsgenossenschaft weitergeleitet worden seien. Auf dieser Aussage basierte mein weiteres Vorgehen. Über mehrere Monate wartete ich auf eine Rückmeldung der Berufsgenossenschaft. Auf wiederholte Nachfragen wurde mir dort jedoch mitgeteilt, dass keine entsprechende Meldung oder Antragstellung eingegangen sei. Eine Bearbeitung meines Falls konnte daher nicht erfolgen. Während ich davon ausging, dass die Angelegenheit bereits bei der Berufsgenossenschaft anhängig sei, verstrich wertvolle Zeit. In dieser Phase verschlechterte sich der Zustand meiner Schulter weiter, sodass die schließlich notwendige Operation nicht länger aufgeschoben werden konnte. Spätere fachärztliche Beurteilungen kamen zu dem Ergebnis, dass die erheblichen Schäden an Rotatorenmanschette, Schultergelenk und knöchernen Strukturen mit meiner jahrzehntelangen beruflichen Tätigkeit vereinbar sind. Gerade aus diesem Grund hatte ich mich an einen BG-Arzt gewandt. Nach meinem Eindruck wurden die möglichen beruflich bedingten Ursachen meiner Erkrankung nicht ausreichend berücksichtigt. Zudem hatte mir Dr. Henrichs mitgeteilt, dass die Angelegenheit bereits an die Berufsgenossenschaft weitergeleitet worden sei. Nach Auskunft der BG lag jedoch über Monate hinweg keine entsprechende Meldung vor. Für mich stellte sich dies als bewusste Falschaussage dar. Diese Verzögerung hat aus meiner Sicht den weiteren Behandlungs- und Rehabilitationsverlauf erheblich beeinträchtigt. Eine rechtzeitige Prüfung der berufsbedingten Aspekte meiner Erkrankung war dadurch nach meiner Einschätzung nicht möglich. Aufgrund dieser Erfahrungen kann ich Dr. Henrichs nicht empfehlen.