Roxanne Loth-Limbach
12. May 2026
Meine Oma war nach einem Oberschenkelhalsbruch mit OP zunächst in unserer örtlichen Uniklinik und danach wurde sie auf die Geriatrie ins Klinikum Rodalben verlegt und dort noch ca. 2 1/2 Wochen stationär behandelt. Es war relativ schnell klar, dass es nur noch eine Palliative Behandlung wird, da sie zu krank war. In dieser Zeit dort hatte sie zweimal keine Notfallklingel. Einmal wurde sie im ersten Zimmer vergessen zu installieren und ein anderes Mal nach der Verlegung in ein anderes Zimmer. Es ist nicht so, dass sie nicht nur nicht in Reichweite war, sondern schlicht und einfach überhaupt keine im Zimmer installiert gewesen ist! Das ist alleine schon höchst problematisch, bei einer schwerstkranken Patientin. Dann konnte ich in all dieser Zeit vielleicht dreimal mit einem Arzt sprechen. Ich war fast jeden Tag dort um meine Oma zu besuchen, es war keiner verfügbar, rief ich an, hinterließ meine Nummer abermals mit der Bitte um Rückruf, passierte nichts. Egal wann ich dort anrief und mit welchem Diensthabenden Pflegepersonal ich sprach, wurde mir immer mitgeteilt, dass derjenige nicht für meine Oma zuständig ist und nichts weiß. Selten schlechtere Kommunikation mit Angehörigen erlebt als dort. Positiv war jedoch, dass das Personal zu meiner Oma sehr nett war und sie sich dort insgesamt gut aufgehoben gefühlt hat. Das macht Zustände wie die mangelnde Kommunikation oder die fehlende Klingel allerdings nicht besser.