Tati Ann
22. March 2026
Zu meinem großen Bedauern ist mein Vertrauen in die Behandlung verloren gegangen. Ich war über einen längeren Zeitraum wegen anhaltender orthopädischer Beschwerden in Behandlung. Nach Abschluss einer medizinischen Rehabilitation lag ein ausführlicher Entlassungsbericht vor, der von einem interdisziplinären Ärzteteam erstellt wurde und weiterhin bestehende Arbeitsunfähigkeit sowie weiteren Behandlungsbedarf bestätigte. Als ich diesen Bericht im Termin vorlegte und um das weitere Vorgehen bat, reagierte der Arzt sehr ablehnend. Die Untersuchung wirkte auf mich sehr kurz, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Reha-Entlassungsbericht fand nach meinem Eindruck nicht statt. Stattdessen wurde meine Symptomatik pauschal als psychosomatisch eingeordnet und die weitere Behandlung beendet. Unabhängig von unterschiedlichen medizinischen Einschätzungen hätte ich mir einen professionellen, respektvollen Umgang sowie eine strukturierte Weiterleitung oder Empfehlung weiterer Schritte gewünscht. Für Patientinnen und Patienten mit komplexen oder chronischen Beschwerden halte ich diese Erfahrung für relevant. Das Praxispersonal hingegen ist sehr höflich und engagiert, wofür ich ausdrücklich meinen Respekt aussprechen möchte. Auch die Organisation der Praxis empfinde ich weiterhin als gut. Ich werde inzwischen von einem Neurochirurgen betreut, der mir die organischen Ursachen meiner Symptome klar und nachvollziehbar erklärt hat. Ich habe bereits Kortikosteroid-Infusionen bei einem Schmerztherapeuten erhalten und befinde mich aktuell erneut in einer PRT-Behandlung. Nach meiner Erfahrung hat keiner der behandelnden Fachärzte meine Beschwerden als psychosomatisch eingeordnet.