j. “Nanni” w.
10. March 2026
Mein Termin zur MRT-Besprechung bei Herrn Dr. Kiene endete damit, dass ich seine Praxis verlassen musste. Herr Dr. Kiene setzte sich an seinen Schreibtisch und schaute auf seinen Bildschirm. Dann sagte er nur: „Das ist aber schon ein bisschen her, Ihr MRT. Warum kommen Sie denn jetzt erst für das Auswertungsgespräch? Das ist ja eine Verschwendung von Steuergeldern, was Sie hier machen. Und da Sie jetzt erst kommen, kann es ja so schlimm nicht sein mit Ihnen. Wollen Sie wirklich, dass wir das noch zusammen angucken?“ (Das MRT hatte er mir zuvor selbst empfohlen, nachdem ich eine Raumforderung links der Wirbelsäule im Nacken ertastet hatte, die man auch mit bloßem Auge erkennen konnte.) Ich wollte erklären, warum ich erst jetzt die Zeit gefunden habe, mich um mein eigenes Wohl zu kümmern. Aber er machte eine wischende Handbewegung und schüttelte den Kopf. Als ich ihm dann sagte, dass ich sein Verhalten mir gegenüber gerade ziemlich respektlos finde und ihn fragte, was er für ein Problem habe, ignorierte er mich und schaute wieder auf seinen Bildschirm. Er überflog den Bericht der Radiologie und sagte ein paar Sätze, die ich nicht richtig verstand. Unter anderem stand darin, dass Auffälligkeiten an einem Lymphknoten festgestellt wurden und eine weitere ärztliche Abklärung empfohlen wird. Das winkte er ab, sagte, es sei nicht relevant, und fragte stattdessen, wie es mir sonst gehe. Ich erklärte ihm, dass ich nach wie vor starke Rückenprobleme habe, die sich seit meinem letzten Besuch verschlimmert haben. Vom Nacken- und Halswirbelbereich über die Schulterblätter bis in die Lendenwirbelgegend tut mir alles weh. Morgens kann ich kaum laufen, wegen des starken Anlaufschmerzes in den Füßen. Noch während ich das schilderte, unterbrach er mich erneut und fragte, was ich eigentlich von ihm wolle und was ich hier mache – er sei dafür gar nicht der richtige Arzt. Auf meine Frage, welcher Arzt bei Muskel- und Gelenkproblemen zuständig sei, redete er unbeirrt weiter und reagierte nicht. Ich bat ihn noch ein paar Mal, mir doch bitte kurz zu zuhören, doch er meinte nur, darauf hätte er keine Lust. Irgendwann liefen mir die Tränen über das Gesicht, und ich fragte ihn, was er da gerade mit mir mache und was das alles solle. Kurz darauf stand er auf, sagte, ich solle seine Praxis verlassen und mir einen anderen Orthopäden suchen, und verließ das Zimmer. Der Termin war für mich extrem verwirrend und überfordernd. Herr Dr. Kiene sprach fast durchgehend, schaute mich kaum an und ließ mir keine Zeit, mich zu äußern. Ich hatte das Gefühl, gerade in einem ganz seltsamen Psychofilm gefangen zu sein. Als ich die Praxis verließ, war ich durcheinander und sehr erschöpft. Ein derart respektloser Umgang mit Patienten ist für mich absolut inakzeptabel und lässt bei mir erhebliche Zweifel an der Professionalität aufkommen.“