Nadjia Laskow
10. June 2026
Ich revidiere meine ursprünglich vergebenen 5 Sterne. Ich stellte mich wegen starker Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) in der Praxis vor. Es wurde ein Röntgenbild angefertigt, mit dem Ergebnis, dass angeblich alles in Ordnung sei. Mir wurde Physiotherapie verordnet. Bereits beim ersten Termin äußerte die Physiotherapeutin erhebliche Bedenken. Nach ihrer Untersuchung bat sie mich ausdrücklich, dem Arzt mitzuteilen, dass sie die HWS nicht behandeln werde, da ihrer Einschätzung nach etwas Ernstes vorliegen könnte. Als ich dies in der Praxis ansprach, wurde ich von einer Arzthelferin belächelt und gefragt, wie eine Physiotherapeutin überhaupt so etwas sagen könne. Beim zweiten Arztbesuch erhielt ich Schmerztabletten und wurde erst auf ausdrückliche Bitte für einige Tage krankgeschrieben. Zudem wurde versucht, die Wirbelsäule zu „entblockieren“. Beim Verlassen des Behandlungsraums wurde mir gesagt, es könne nicht besser werden, wenn ich Hals und Kopf nicht ausreichend bewegen würde. Zwei Tage später waren die Schmerzen so unerträglich, dass ich eigenständig ins Krankenhaus fuhr. Dort wurde ich sofort stationär aufgenommen und ein MRT durchgeführt. Die Diagnose: mehrere Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule, darunter ein sehr großer Vorfall mit Nervenwurzelkompression. Eine sofortige Operation war notwendig, bei der zwei Implantate eingesetzt wurden. Es folgten eine stationäre Reha, zahlreiche Ergo- und Schmerztherapien sowie monatelange Behandlungen. Erst nach sieben Monaten konnte ich langsam wieder mit Physiotherapie beginnen begleitet von einer Vielzahl von Medikamenten. Besonders bitter ist, dass ich bis heute unter den Folgen leide. Trotz Operation und intensiver Nachbehandlung habe ich weiterhin neurologische Störungen und einen Kraftverlust im Arm, die meinen Alltag bis heute beeinträchtigen. ‼️Mein Eindruck ist, dass meine Beschwerden in dieser Praxis nicht ernst genug genommen wurden. Vielleicht wäre ein früheres Zuhören und eine gründlichere Abklärung angebracht gewesen. Möglicherweise hätte mir dadurch ein Teil dieses langen und belastenden Leidenswegs erspart werden können. MfG S.J