Natascha
19. May 2026
Diese Einrichtung ist eine Katastrophe. Sie macht die Menschen eher kränker, als sie wieder fit für das Leben zu machen. Unsere Oma wurde nach einem Herzinfarkt vom Klinikum in die Geriatrie eingeliefert. Sie hatte das Krankenhaus in gutem Zustand verlassen, und uns wurde eine Geriatrie empfohlen, damit sie wieder fitter gemacht wird. Einen Tag vor Ostern wurde sie dort eingeliefert. Wir wussten natürlich, dass an Ostern nicht so viel Therapie gemacht wird. Nichtsdestotrotz ist eine Reha dazu da, um die Menschen wieder mobiler zu machen. In den vier Osterfeiertagen ist einfach nichts passiert. Sie hat sich, Gott sei Dank, selbst zum Laufen motiviert, allein im Zimmer oder auf dem Gang. Wenn sie das nicht getan hätte, wäre sie einfach vier Tage lang im Bett geblieben. Erst nach den Feiertagen wurde ihr ein Spaziergang auf dem Gang angeboten. Da sie in den Tagen zuvor kaum etwas gegessen hatte, fehlte ihr dafür natürlich die Kraft. Ihr wurde ein Essen serviert, das man als fettige Hausmannskost bezeichnen kann und das für Patienten mit einer Lebererkrankung ungeeignet ist. Ihr Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag, und sie hat immer weniger gegessen. Nur mit selbstgekochter Hühnerbrühe konnten wir sie motivieren, wieder etwas zu essen. Da die Einrichtung etwas weiter von unserem Wohnort entfernt war, konnten wir unsere Oma leider nicht jeden Tag besuchen. In dieser Zeit verschlechterte sich ihr Zustand zunehmend. Sie wurde innerhalb dieser zehn Tage kein einziges Mal geduscht, und ihr wurden die Haare nicht gewaschen. Anfangs dachten wir, dass dies aufgrund der Feiertage in Ordnung sei und wollten dem Pflegepersonal nicht ins Handwerk pfuschen. Doch ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich immer weiter, bis sie schließlich mit sehr schlechtem Gesundheitszustand und sehr schlechten Blutwerten wieder ins Klinikum gebracht werden musste. Die Ärzte im Klinikum sowie auch die Hausärztin waren schockiert darüber, dass die eigentlich fitte Patientin, die das Krankenhaus zehn Tage zuvor verlassen hatte, wieder in einem so schlechten Zustand zurückkam. Am nächsten Tag ging es unserer Oma etwas besser, und sie wurde direkt geduscht, und ihr wurden die Haare gewaschen. Wie kann es sein, dass eine solche Einrichtung es nicht einmal in zehn Tagen schafft, eine Patientin zu duschen und ihr die Haare zu waschen, obwohl das Pflegepersonal im Klinikum sich die Zeit nimmt, die Patienten zu versorgen? Wie kann ein zuvor geistig und körperlich fitter Patient innerhalb von zehn Tagen zu einem bettlägerigen Patienten werden? Wie kann es dem Pflegepersonal egal sein, dass ein Patient so lange nicht geduscht wird und keine Haarwäsche erhält? Man wird zu keinen gemeinsamen Aktivitäten mit anderen Patienten motiviert, obwohl auf der Homepage damit geworben wird. Wie kann das Pflegepersonal kein schlechtes Gewissen haben, Menschen in der Einrichtung vereinsamen zu sehen? Es ist traurig zu sehen, dass hier der Mensch keine Rolle spielt, sondern allein gelassen wird, vereinsamt und noch kränker wird. Auch die anderen schlechten Bewertungen auf dieser Seite zeigen, dass dies kein Einzelfall ist. Leider ist meine Oma nach einer Woche im Krankenhaus verstorben.