Sara Hauck
10. August 2025
Am 09.08.2025 wurde ich nach einem schweren Reitunfall mit dem Rettungsdienst immobilisiert (Vakuummatratze, Halskrause) in die Notaufnahme der GRN-Klinik Sinsheim gebracht. Ich war mit voller Wucht mit dem Rücken gegen eine Bande geprallt, hatte massive Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und konnte mich nur eingeschränkt bewegen. Die medizinische Versorgung war aus meiner Sicht unzureichend und teilweise grob fahrlässig: • Untersuchung beschränkte sich auf Abklopfen des Rückens. • Röntgenuntersuchung zunächst für die falsche Körperregion geplant (Hüfte statt Brustwirbelsäule). • Vor Sichtung der Röntgenbilder wurde ich allein zur Toilette geschickt – trotz Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung. • Ohne gründliche Abklärung oder erweiterte Bildgebung (CT/MRT) wurde ich mit der Diagnose „nichts gebrochen“ entlassen. • Wundversorgung, Schmerzmanagement und Abklärung des Tetanusschutzes fanden nicht statt. Da meine Schmerzen unverändert extrem waren, suchte ich noch am selben Tag die Orthopädie in Schlierbach auf. Dort wurde umgehend ein CT durchgeführt – Ergebnis: vier Wirbelbrüche (mehrsegmentale Frakturen der Dornfortsätze BWK 5–8). Diese Fehldiagnose hätte schwerwiegende Folgen haben können. Das Vorgehen entsprach in keiner Weise dem medizinischen Standard bei einem solchen Unfallmechanismus. Einzig positiv zu erwähnen: die Freundlichkeit einer Krankenschwester – ansonsten habe ich mich in der gesamten Behandlung weder ernst genommen noch medizinisch sicher betreut gefühlt. Fazit: Für die Behandlung von akuten Verletzungen, insbesondere an der Wirbelsäule, kann ich diese Klinik leider nicht empfehlen.