S

Sonnenhalde AG Psychiatrie und Psychotherapie Riehen

(5 Bewertungen)
Riehen
Stimmt etwas nicht? Änderung vorschlagen

Bewertungen (5)

2.4
5 Bewertungen
M

Mandy Fron

31. May 2026

Als Angehörige eines Patienten mit Depression und Borderline-Erkrankung habe ich die sogenannte Angehörigenarbeit dieser Klinik als völlig ungenügend erlebt. Während des knapp zweimonatigen Aufenthalts wurde selbstverständlich erwartet, dass ich mit zwei jungen Kindern, Beruf und eigener Belastungsgrenze jedes Wochenende für Belastungstrainings zur Verfügung stehe. Meine Zeit, meine Erholung und die Bedürfnisse der Kinder schienen dabei keine Rolle zu spielen. Die Klinik konnte Belastung trainieren, weil im Hintergrund jemand vorhanden war, der alles auffing: Ich. Ein Angehörigengespräch fand nicht etwa statt, weil die Klinik die Belastung des familiären Umfelds ernst genommen hätte, sondern erst, nachdem sich meine Therapeut aktiv an die Klinik gewandt hatte. Und dieses Gespräch wurde dann einen Tag vor dem Austritt angesetzt. Zu einem Zeitpunkt also, an dem viele entscheidende Weichen längst gestellt waren. In diesem Gespräch hatte ich den Eindruck, dass man sich vor allem gegenseitig auf die Schultern klopfte, wie gut alles gelungen sei. Die Realität zuhause wurde weitgehend ausgeblendet. Die Belastung der Kinder, meine Überforderung und die Tatsache, dass die gesamte Organisation des Familienalltags weiterhin an mir hängen blieb, hatte keine Relevanz. Besonders erschreckend finde ich rückblickend, was meine Kinder mir nach der Entlassung erzählt haben. Bei Belastungstrainings wurde bereits die neue, frisch verliebte Mitpatientin/Freundin des Patienten in die Familiensituation eingebunden. Zwei Kinder, zwei psychisch belastete Erwachsene und eine neue Beziehung mitten in einer hochsensiblen Phase. Falls etwas nicht funktionierte, gab es ja noch mich, die Mutter, die alles auffängt. Dass Kinder in dieser Situation Stabilität und Verlässlichkeit brauchen, schien ebenfalls keine Relevanz zu haben. Seit Langem war klar, dass ein Auszug des Patienten notwendig ist. Die Situation zuhause war für mich nicht mehr tragbar. Trotzdem wurde dies offenbar als Wunsch des Patienten behandelt und nicht als berechtigtes Anliegen der Angehörigen. Statt konkrete Lösungen einzufordern, wurde erwartet, dass ich weiterhin Verständnis habe, weiterhin Geduld aufbringe und weiterhin funktioniere. Mir wurde wiederholt vom ihn und auch in der Klinik vermittelt, man solle doch anerkennen, was der Patient alles geleistet habe. Das tue ich durchaus. Was ich jedoch vermisse, ist jede Anerkennung dessen, was Angehörige leisten. Wer über Monate und Jahre die Verantwortung trägt, die Kinder schützt, den Alltag organisiert, Krisen auffängt, finanzielle und organisatorische Lasten übernimmt und dabei selbst an Grenzen kommt, hat ebenfalls Anspruch darauf, gesehen zu werden. Mein Eindruck ist, dass die Klinik Angehörige nicht als Menschen mit eigenen Belastungsgrenzen betrachtet, sondern als jederzeit verfügbare Ressource. Solange jemand im Hintergrund funktioniert, werden die Folgen für diese Person offenbar nicht hinterfragt. Für mich bleibt die bittere Erkenntnis, dass viel Energie in die Stabilisierung des Patienten investiert wurde, während die Belastung der Angehörigen und insbesondere der Kinder kaum Beachtung fand. Eine gute psychiatrische Behandlung sollte das gesamte System im Blick haben. Diesen Anspruch hat die Klinik in unserem Fall klar verfehlt.

L

Laurent Cordonnier

23. May 2026

Die Klinik liegt in einer ruhigen gegend,bietet eine ausgezeichnetes essen und sehr aufmerksames Personal. Was die Therapie angeht, ist nur einen schlechte Witz(Zeitverschwendung). Sie haben mir sogar per Post eine Austrittbericht die ganz und gar nicht die realität entspricht und mich stark kritisiert weil ich meine meinung gesagt habe.eine schande.nie wieder

P

Plüss Joël

25. February 2026

Das Beste war die Aussage, "Radikale Akzeptanz der Ausgangslage" Ich habs mir überlegt, ...denn vieleicht käme es irgend wann mal besser im Leben... sogenau weiss mans nie, eine anderes Leben wäre auch nicht besser, also versuchte ich es..

M

M M

17. November 2025

Ich war rund drei Monate in der Sonnenhalde und leider insgesamt sehr unzufrieden mit meinem Aufenthalt. Mein Eindruck war, dass dort ein sehr starker Fokus auf Geld und Abrechnung liegt. Mehrmals hiess es bei alltäglichen Dingen, die wir brauchten: „Das zahlt ja eh die Krankenkasse.“ – was kein professionelles Gefühl vermittelt. Was mich besonders irritiert hat: Die Psychologin, mit der ich gearbeitet habe, war noch in der Ausbildung. Wenn man den Schritt wagt, in eine psychiatrische Klinik zu gehen, erwartet man eigentlich ausgebildete, erfahrene Fachpersonen. Stattdessen hatte ich teilweise das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Augenverdrehen, vorschnelle Urteile und sogar Diagnosen, die allein auf Aussagen von Dritten basierten – das ist für mich nicht professionell. Auf meine Anfrage, die Psychologin oder die Bezugsperson zu wechseln, wurde ebenfalls nicht eingegangen. Auch die interne Schweigepflicht zwischen Bezugsperson und Psychologin wirkte in meinem Fall nicht wirklich vorhanden, da Informationen einfach weitergegeben wurden. Insgesamt habe ich mich weder fachlich noch menschlich gut aufgehoben gefühlt und war mit meinem Aufenthalt sehr unzufrieden. Für Menschen, die sich in einer emotional schwierigen Phase befinden, würde ich mir deutlich mehr Professionalität, Empathie und Respekt wünschen.

C

Chiara B

28. July 2024

Ich war aufgrund einer Angststörung für sieben Wochen stationär im Chrischona Haus in der Sonnhalde. Der Aufenthalt in der Klinik hat mir sehr geholfen und ich kann die Klinik auf jeden Fall weiterempfehlen. Das Klinikpersonal ist sehr zuvorkommend und freundlich. Man wird hier auf Augenhöhe behandelt und dank der schönen Umgebung und den Häusern sieht es auch gar gar nicht aus wie eine Klinik. Wenn man Glück hat bekommt man auch ohne Privatversicherung ein Einzelzimmer. Neben der Psychotherapie einmal pro Woche, hat man zweimal pro Woche Kunsttherapie und dreimal pro Woche Atem beziehungsweise Körpertherapie. Einmal in der Woche findet der gemeinsame Nachmittag statt, wo die Patienten selber etwas planen und durchführen dürfen, wie zum Beispiel gemeinsamer Besuch des Basler Zoos, gemeinsames backen, Turniere, Ausflüge und so weiter. Ich fühlte mich stets wohl unter meinen Mitpatienten und ich bekam niemals das Gefühl in einer „Anstalt“ gelandet zu sein. Es fühlte sich mehr an wie eine Wohngemeinschaft. Das Culinarium bietet vielfältige Menüs an und sorgt für das leibliche Wohl der Patienten. Ich kann das Chrischonahaus mit dem Team auf jeden Fall weiterempfehlen.