Martin A:
29. December 2025
Meine Partnerin (Anfang 30) ist bettlägerig mit Verdacht auf ME/CFS. Da ihr bisheriger Hausarzt aufgrund der Distanz keine Hausbesuche machen konnte und die Betreuung insgesamt unzureichend war, wollten wir auf Empfehlung zu Dr. Sutor wechseln. Herr Dr. Sutor nahm sich zunächst Zeit für ein ausführliches Anamnesegespräch mit mir. Er beendete das Gespräch mit einem Handschlag und der Aussage, dass es nicht sein könne, dass es einer so jungen Frau so schlecht gehe und dass man eine Lösung finden müsse. Außerdem kündigte er an, bei seiner nächsten Hausbesuchsrunde wenn möglich vorbeizukommen. Etwa zwei Wochen später wollte ich einen Telefontermin vereinbaren, was nicht möglich war, da Herr Dr. Sutor im Urlaub war. Vier Wochen nach dem Erstkontakt versuchte ich erneut, telemedizinischen Kontakt aufzunehmen. Meine Partnerin erhält derzeit noch vom bisherigen Hausarzt verordnete Thrombosespritzen, die sie schlecht verträgt, zusätzlich bestehen Beschwerden durch das viele Liegen. Ich wollte die Einschätzung von Herrn Dr. Sutor zu den Spritzen einholen und prüfen, ob ein Medikamentenwechsel sinnvoll wäre. Da die Spritzen am Wochenende ausliefen, benötigten wir außerdem kurzfristig ein Rezept. Die Sprechstundenhilfe rief mich zurück und teilte mir mit, dass Herr Dr. Sutor meine Partnerin nicht weiter behandeln wird. Eine Begründung konnte auf Nachfrage nicht genannt werden. Es ist selbstverständlich das Recht eines Arztes, neue Patientinnen abzulehnen und mir ist das sogar recht, wenn schon abzusehen ist, dass kein gutes Arzt-Patientinnen-Verhältnis Zustande kommen würde. Ich vergebe deswegen nur einen Stern, weil die Ablehnung ohne Begründung erfolgte und erst vier Wochen nach dem Erstkontakt kommuniziert wurde, zu einem Zeitpunkt, als ich wegen akuter Beschwerden meiner Partnerin Kontakt aufgenommen habe. Dadurch steht sie erneut ohne gute hausärztliche Betreuung da und wir müssen wieder eine neue Praxis suchen, was erfahrungsgemäß einige Zeit dauern wird, wenn es aufgrund der Bettlägerigkeit überhaupt klappt… Beim Anamnesegespräch sind mir noch weitere Punkte negativ aufgefallen, auf die ich hier nicht näher eingehe. Der Kontakt zu den Sprechstundenhilfen war wider mancher Kommentare sehr nett.