Eva D.
06. May 2026
Wir hatten uns viel vom Parkinson-Zentrum versprochen. Leider wurden wir sehr enttäuscht. Mein Vater wurde einige Tage vor Ostern aufgenommen. Anscheinend war die Klinik aber im Feiertagsbetrieb. Denn niemandem fiel auf, dass mein Vater, der wie alle PatientInnen einen festen Sitzplatz zugeteilt bekommen hatte, eineinhalb Tage lang sämtliche Mahlzeiten versäumte. Und obwohl er eindeutig an Atemnot litt, wurden keine Untersuchungen durchgeführt, sonst wäre aufgefallen, dass er an einer für Parkinson typischen kalten Lungenentzündung litt. Als sein Zustand sich massiv verschlechterte, bat er mehrfach die anwesenden (Hilfs-??)Pflegekräfte um Hilfe, doch obwohl er mehrere Sprachen fließend beherrschte, war es ihm nicht möglich, sich ihnen verständlich zu machen. Sie gingen und kamen nicht wieder, die dringend benötigte Hilfe blieb aus. Als endlich Hilfe kam, war es zu spät. Mein Vater erlitt einen Herzstillstand, drei Tage nach seiner Aufnahme. Er wurde unsachgemäß reanimiert, ein Defibrillator kam nicht zum Einsatz. Aus dem Koma erwachte er nicht mehr. Mein Vater war sehr krank, keine Frage. Das Parkinson-Zentrum sollte ihm helfen, das Beste aus der ihm verbleibenden Zeit zu machen. Stattdessen hat er es nicht überlebt.