Andi (Aija)
18. May 2026
Ich war 2022 zur Entbindung dort und es war eine Katastrophe. Ich wurde von der Gynäkologin eingewiesen wegen einer Schwangerschaftsvergiftung, die Untersuchung verlief gut und einfühlsam. Noch währenddessen wurde mir gesagt ich würde jetzt 1-2 Wochen auf Station verbringen bis zur Entbindung die Werte sollen täglich überprüft werden ob sich an der Situation etwas ändert. Tableten wurden trotz Medikamenteplan falsch gestellt, trotz Nachfrage warum ich nur noch die halbe dosis bekomme war die Antwort der arzt hat es so angeordnet, 1 Stunde später wurden die Tabletten getauscht in die richtige menge. Am nächsten Tag kam um 6.30 Uhr schon das Frühstück (Immenstadt frühestens 7.30 Uhr) natürlich nicht Diabetiker gerecht trotz Gestationsdiabetis aber da ich selbst im Service in einem anderen Krankenhaus geararbeitet habe, hatte ich vorgesorgt da ich ja wusste das die Umstellung bis zum nächsten Tag oft nicht funktioniert. Dann sollte ich zum CTG in den Kreißsaal, der empfang war noch relativ freundlich und dann ging es steil bergab. Während des CTG's kam plötzlich eine Hebammenschülerin (war super nett und freundlich) und meinte wir bereiten sie jetzt auf den Kaiserschnitt vor. Ich war überrumpelt stimmte dem aber zu. Ich erwähnte das ich gefrühstückt hatte weil ich ja von dem KS nichts wusste zu diesem Zeitpunkt. sie war überrascht und sagte es einer anderen Hebamme die dann sehr unfreundlich mich anfuhr warum ich denn Frühstücke wenn ich einen Kaiserschnitt bekomme und das wirft den ganzen plan durcheinander und jetzt müsse ich eben länger warten. Kurz darauf wurde ich auch in ein anderes Zimmer gebracht weil man den Raum für eine Entbindung bräuchte. Da wurde ich dann wieder ans CTG angeschlossen und durfte mich dann mehrere Stunden nicht mehr bewegen weil der Herzschlag dann nicht mehr zu finden war. Zwischenzeitlich ist der Blutzucker auf unter 60 abgesunken aber das interessierte niemanden auch nicht als ich darum gebeten habe mich anders hinzulegen weil ich schmerzen hatte. Das Team beim Kaiserschnitt selbst war sehr freundlich und zuvorkommend. Im Kreißsaal zurück konnte ich mein Kind leider nur 10 Minuten haben dann wurde es auf die Neo ITS gebracht also kaum Zeit zum Bonding. Dort konnte ich erst am nächsten Tag um 11 hin weil auf Station so viel los war und ich nicht alleine los durfte. Auf der NEO its war es dann sehr durchwachsen eine Pflegerin gab mir direkt ein Stillhütchen, die nächste hielt vom Stillen gar nichts und wollte nur das man Flasche gibt zur Kontrolle zudem meinte sie das mein Kind zu wenig trinkt weil sie nur 10ml alle 2 Stunden getrunken hat sie wollte das sie mehr trinkt damit mein Kind länger schlafen kann. Nur eine hat mir beim Versuch zu stillen wirklich geholfen und einfach eine Waage zur Kontrolle benutzt und meinte wenn sie zuverlässig alle 2 Stunden ca 10ml trinkt und die Gewichtskurve passt ist alles in Ordnung. Als ich in dem Gästezimmer der ITS war bat ich darum angerufen zu werden wenn mein Kind wach ist zum stillen da ich so eindeutig mehr Milch hatte, wurde leider ignoriert ich stand oft nur 10 Minuten später drüben weil ich abpumpen musste. Und beim Essen dort unten ging es auch Katastrophal weiter. Bei der Bestellung wurde Konsequent vergessen beim Abendessen Brot zu bestellen, Folge war dann das ich 1 Scheibe Wurst, 1Scheibe Käse 10g Butter und 1 viertel Tomate zum Abendessen hatte. Dank interner Kontakte schaffte ich es das ich zumindest die restlichen Tage ein richtiges Essen hatte. Beim entlassbrief hatte ich dann plötzlich Diabetes Typ 1 laut Arztbrief. Mein Fazit ist das es dort damals noch viel Bedarf an Schulungen zum Thema stillen, Empathie und Informationsübermittlung gibt. Ich kann nur hoffen das sich in den letzten Jahren einiges geändert hat ob ich dort ein weiteres Kind entbinden möchte ist mehr als fraglich, lieber fahre ich das nächste Mal nach Starnberg , Ravensburg oder bis nach Ulm