Steffen Meißner
13. May 2026
Station 3, Zimmer 13, Aufenthalt vom 11.-13.05. wegen Stentimplantation ins Herz. Vorweg - so eine grandiose Rundumversorgung habe ich bisher in einem Krankenhaus noch nicht erlebt. Ich hatte in meinem Leben bisher insgesamt sechs Krankenhausaufenthalte. Von der Anbahnung/Terminfindung bis zur Entlassung war alles perfekt. Hier wurde für mich Realität, was man sonst so im Fernsehen bei Krankenhausserien für "Privatpatienten" zu sehen bekommt. Zuerst möchte ich mich beim Pflegepersonal der Station bedanken - die Ärzte, namentlich OA Dr. Schmidt mögen es verzeihen ;-). Eine große Station, in der ständig Notfälle hinzukommen und die planmäßig Operierten regelmäßig auf die Klingel drücken. Das Personal ist ständig unterwegs, um den Patienten zu helfen. Und trotzdem hatte ich im Zimmer den Eindruck, mein Zimmergenosse und ich seien die einzigen und wichtigsten Patienten. Leute, ich bin ganz normaler Kassenpatient bei der DAK! Jede Frage wird beantwortet, das Personal ist "auf Zack", hochprofessionell und sehr aufmerksam. Die Freundlichkeit, auch im kollegialen Miteinander, ist wohltuend. Operiert wurde ich von OA Dr. Schmidt; leider kenne ich die Namen des OP-Assistenten und der assistierende Schwester nicht. Beide haben mich für den Eingriff vorbereitet und haben mir komplett die Angst genommen, besser als jede LMAA-Pille. Man ist während des Eingriffs bei vollem Bewusstsein und somit live dabei, wenn quasi bei laufendem Motor im Zylinderkopf Kolben gearbeitet wird. Die Ruhe, die Freundlichkeit und absolute Professionalität während des Eingriffs sind einfach umwerfend. Als der eigentliche Akt vorbei war, hat der Dr. mir noch am Bildschirm erklärt, was er wie und wo und warum gemacht hat. Selbst als ich dann auf dem Flur auf meinen "Hol- und Bringedienst" wartete hat er sich noch gut zehn Minuten mit mir unterhalten, bevor er wieder in den OP musste. Die Nachsorge auf der Station selbst war perfekt, Dr. Schmidt war auch noch zweimal da, die Stationsärzte und das Pflegepersonal kannten auch nach jedem Schichtwechsel das bisherige Geschehen. Während des gesamten Aufenthaltes auf der Station wird man durch eine Vielzahl von Geräten überwacht und ständig sieht jemand nach dem Rechten. Die Sauberkeit ist bemerkenswert, da sind die Pflegekräfte auch "hinterher". Sehr gut ist auch, dass die Klinik eine eigene Küche hat. Ich hoffe für alle zukünftigen Patienten, vor allem aber für das gesamte Klinikpersonal, dass sich der Betreiberwechsel nicht negativ auf das Betriebsklima und das Spitzenniveau der Klinik auswirkt. Hier steht eben ein Mediziner an der Spitze und kein von Unternehmensberatern aufgehetzter Betriebswirt. Auf die beiden letztgenannten Kategorien kann ich als Patient verzichten, aber nie auf ein solch tolles Klinikpersonal! Danke für den angenehmen Aufenthalt!